Betonfundament bei Masten HSG - Wieviel Kubik?

EN 15567, Erca-Standards und andere Sicherheitsstandards und -normen

Betonfundament bei Masten HSG - Wieviel Kubik?

Beitragvon hgumpold » Mi Jan 07, 2009 5:39 pm

Ich plane den Bau eines Mastenhochseilgartens und habe die Absicht die Masten in Eisenlaschen, die in einem Betonfundament eingegossen sind zu verankern. Kann mir jemand einen Rat geben oder gibt es eine genaue Vorschrift wieviel Kubikmeter Beton zu verwenden ist?

Mastendurchmesser am dickeren Ende: ca. 40cm
Länge 12m

Vielen DAnk!!
hgumpold
 

Beitragvon Walter » Do Jan 08, 2009 2:22 am

Ich denke, das ist schon hunderte Male von Statikern berechnet worden. Frag jemanden Deines Vertrauens direkt, der schon so ein Ding gebaut hat. Nach meinen Informationen ist es nicht notwendig, extra einen Statiker beizuziehen, es genügt laut Norm eine statische Berechnung. Und da kann man eine bereits existierende Berechnung hernehmen, die von dieser (oder längeren) Mastlänge und den entsprechenden (oder höheren) Lasten ausgeht.
Du erlaubst mit eine persönliche Meinung:
Ich persönlich bin ein strikter Vertreter des Eingrabens - aus Sicherheitsgründen, aus Kostengründen, aus Nachhaltigkeitsgründen, aus ästhetischen Gründen,....
Ich kenne keinen Vorteil von Betonfundamenten.
Mit ganz wenigen Ausnahmen!

Gibt es hier jemanden im Forum, der weiterhelfen kann?
Walter Siebert
Benutzeravatar
Walter
 
Beiträge: 398
Registriert: Fr Feb 08, 2008 3:05 pm
Wohnort: Wien

Beitragvon hgumpold » Do Jan 08, 2009 2:59 pm

Danke für deine Antwort.

Ich habe nichtimpregnierte Lärchenmasten (sind bereits vor Ort). Da bin ich mir mit eingraben nicht so sicher.

Hast jemand Erfahrung mit Lärche und eingraben?

mfg, Harald
hgumpold
 

Pfosten eingraben

Beitragvon Lukas » Fr Jan 09, 2009 6:36 pm

servus harald,

ich weiss aus erfahrung mit zäunen, dass "angeschwärzte" leicht über dem feuer angekohlte pfosten wesentlich länger halten.

@ walter
was denkst du, wie tief sollte man für die stämme mit einer länge von 12m graben bzw. bohren?
Lukas
 

Beitragvon Walter » Sa Jan 10, 2009 4:28 am

Lärchenmasten + Eingraben = nix gut.
Fichte druckiprägniert + Eingraben = schon gar nix gut. Nach 5 Jahren verrottet.
Mit Feuer imprägniert = unkalkulierbar.
Kiefer druckimprägniert + Eingraben = mind. 35 Jahre haltbar.

Eingrabtiefe nach ACCT:
In den USA halten die Masten, wenn sie 10% der Mastlänge plus 2 amerik. feet = ca. 66 cm eingegraben werden.
12 meter, 10% sind 120 cm plus 66 cm = 186 cm.
Das hält auf jeden Fall die bei normalen Ropes Courses auftretenden Kräfte aus. Somit besteht gegen Mastbruch Redundanz, weil die Guyline eigentlich nicht notwendig ist.

Es gibt auch eine Önorm, da muss ich aber im Büro nachschauen, was die sagt. Vielleicht halten österreichische Masten anders als amerikanische.

Eine originelle Lösung für die Lärchenmasten könnte sein, sie zwischen 2 kurzen Kiefer-Maststücken (z.B. 4 m) zu verschrauben und dann so einzugraben, dass die Lärche ober der Erde endet. Eingrabtiefe muss natürlich von der Gesamtlänge ausgehen.
Ansonsten kennt glaube ich Philipp die marktübliche Lösung.

Das Problem ist, dass ein verrotteter Mast einem Neubau gleichkommt. Hier wirken sich Fehler fatal aus. Und ich weiß, wovon ich spreche :shock:
Hier ist ein Artikel über Masten - auf der folgenden Seite ganz unten:
http://www.siebert.at/start/en15567/en15567de1.htm
Walter Siebert
Benutzeravatar
Walter
 
Beiträge: 398
Registriert: Fr Feb 08, 2008 3:05 pm
Wohnort: Wien


Zurück zu Sicherheitsstandards

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron